Home Forum Erfahrungen während der Sanguinum-Kur Abnehmen mit Freude – Ein Widerspruch in sich?

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Abnehmen mit Freude – Ein Widerspruch in sich ?

April 2012. Mit 91 Kilogramm auf der Hauswaage bei einer Größe von 178 cm (BMI: 28.7) durchbreche ich, 58, männlich, meine gefühlte persönliche „obere natürliche Widerstandslinie“ von 90 Kilogramm. Pragmatisch reduzierte ich den Alkoholkonsum und startete wieder mit Joggen, zwei – bis dreimal die Woche. Im Sommer „katapultierte“ mich das „Weniger A und mehr B“- Programm in den 88iger Gewichtsbereich. Na ja, kleine Fortschritte sind auch Fortschritte, die gerade im Sommer auch mal im Biergarten gefeiert wurden.

Die Begegnung mit der Sanguinum-Kur

So weit so gut, wenn nicht meine Gelenke gewesen wären. Die mussten bei den wöchentlichen Einheiten immerhin 88 – 91 Kilogramm fast drei Stunden durch Wald, Felder und Stadt tragen. Um die gelegentlichen Warnstreiks nicht ausufern zu lassen, entschied ich mich im September, die Last für meine Gelenke mit System zu reduzieren. Zehn Prozent Gewichtsverlust, also Punktlandung auf meine gefühlte „ untere natürliche Widerstandslinie“ von 80 Kilogramm, schien mir utopisch, fünf Prozent aber auch zu wenig ambitioniert. Als Kompromiss wählte ich einen Zielkorridor: Zwischen fünf und sechs Kilogramm sollten es schon werden. Doch wie würde ich das schaffen und vor allem in welcher Zeit?

Da kam mir der Zufall zu Hilfe. In der Wedeler „Gesundheitsvilla an der Elbe“, in der ich mein Büro habe, sah ich ein großes A2-Plakat über eine Sanguinum-Kur. Ich ließ mir das Konzept des sechswöchigen Stoffwechselprogramms mit homöopathischer Unterstützung erklären und war spontan begeistert. Zudem war die Referenz überzeugend: Sanguinum-Kuren waren seit zehn Jahren bei über 20.000 Menschen erfolgreich.

Botschaften, die Lust auf die Sanguinum-Kur machen

Besonders spannend und zielführend waren drei Botschaften. Erstens, im Unterschied zu Diäten läuft das Abnehmen entspannt und ohne Verzichtsgefühle ab, weil der Körper während der Kur nie in einen Notstand gerät. Sozusagen Abnehmen mit Freude. Zweitens, Fettdepots werden abgebaut, Muskelmasse nicht. Drittens: Pro Woche sind zwischen 1.4 und 2 Kilogramm Gewichtsverlust möglich. Allerdings wollte ich mich nicht für sechs Wochen verpflichten, wohl eher aus dem Bauch heraus als rational begründbar. Wir einigten uns im Beratungsgespräch auf 30 Tage.

Die Bausteine der Sanguinum-Kur

Für den Erfolg einer Sanguinum-Kur sind drei Bausteine entscheidend: Essen, Trinken und homöopathische Unterstützung. Ein vierter Baustein, den ich für mich hinzugefügt habe, ist nach dem originären Konzept des Stoffwechselprogramms zwar wünschenswert, aber für den Erfolg nicht essentiell: Bewegung. Für mich bestand dieser Baustein aus Power Plate und Joggen, jeweils durchschnittlich zweimal die Woche. Power Plate zur Steigerung der Kraftausdauer und als ergänzende Anregung des Stoffwechsels und Joggen primär im aeroben Bereich bis zu 25 km / Woche.

Essen a la Sanguinum ist weitgehend fettfrei und hat wenig Kohlenhydrate. Trinken bedeutet ca. 2.5 – 3.0 Liter pro Tag, vorwiegend Tee und Wasser, und homöopathische Unterstützung zur Stabilisierung des Blutzuckerspiegels findet dreimal die Woche als Injektion in Kombination mit täglichem Derivatio, homöopathischen Tabletten für die Entgiftung, statt.

Individuelle Anpassungen waren mir wichtig

Wobei ich die beiden letzten Bausteine für mich leicht angepasst habe. Ob nun durch Sanguinum-Vorgaben gedeckt oder nicht gedeckt, mittags unter der Woche habe ich zum
Essen eine 0.3 Cola Light getrunken, zweimal in diesen 30 Tagen ein Glass Prosecco und fast jeden Tag abends ein alkoholfreies Krombacher Weizen oder alkoholfreies Krombacher Pils. Auch den speziellen Sanguinum-Tee mit Mate habe ich nie getrunken. Stattdessen ganz normalen Früchtetee oder andere exotische Varianten. Zudem morgens zu Hause, und nur dann, zwei Tassen Kaffee. Insgesamt bin ich, vor allem in der zweiten Hälfte der Sanguinum-Kur, auf drei Liter pro Tag gekommen. Heute bin ich im Übrigen begeisterter Teetrinker, ein durchaus sympathischer Nebeneffekt aus meiner Sicht. Bei der homöopathischen Unterstützung stehen täglich dreimal zwei Derivatio im Konzept. Ich habe nur die Hälfte genommen, dreimal eine nach den Mahlzeiten. Die Injektionen wie vorgesehen montags, mittwochs und freitags in den ersten drei Wochen, in der vierten Woche dann nur noch zwei, dienstags und freitags, und dann am Tag 28 die letzte.

Keine Kompromisse beim Essen

Morgens das „K-Frühstück“, Knäckebrot. Als Vollkorn oder Cross Light (Roggen) mit Frischkäse, Wurst- und Käsevariationen und Früchten. Mittags der „H-Lunch“, Highlight. War sowohl Highlight des Tages als auch in einem Bistro mit dem Namen Highlight. Das Essen wurde speziell für unsere Sanguiniker-Gruppe zubereitet. Fisch- und Fleischvariationen mit verschiedenen Gemüsesorten oder Pilzen, ausschließlich Essig und Öl Dressing. Abends dann das „K-Dinner“, Kreativität. Von der Kürbissuppe über verschiedene Salate mit Fleisch und Fisch bis zu Pumpernickel oder auch Knäckebrot mit Rührei oder Radiesschen. Und vor allem als Dessert Magerquark, zart gesüßt mit Rafinatren und serviert mit diversen Früchten. Der Kreativität sind hier keine Grenzen gesetzt.

Der erste Tag

Am 08.Oktober 2012 ging es los. Dabei waren für mich insbesondere drei Werte für die Ausgangslage wichtig.

Gewicht: 87.6 kg
davon Körperfett 20.9 kg
davon Muskelmasse 63.4 kg

Eigentlich wollte ich genau mit 88 Kilogramm starten, aber am Wochenende 6. / 7. Oktober verlor ich aus nicht nachvollziehbaren Gründen 400 Gramm Gewicht. War es die Aufregung? Die Angst vor dem Aufbruch ins Ungewisse?

Die Fortschritte auf Wochenbasis

Nach der ersten Woche dann der mit Spannung erwartete zweite Gang auf die Waage:

Gewicht: 84.6 kg
davon Körperfett 17.5 kg
davon Muskelmasse 63.8 kg.

Wow, war das ein Raketenstart. Drei Kilogramm Gewichts- und 3.4 Kilogramm Fettverlust sowie leichter Aufbau der Muskelmasse. Auch der Index für das Organfett, das in der Bauchhöhle eingelagerte Fett, fiel von 12 auf 11.

Nach der zweiten Woche der mit noch größerer Spannung erwartete dritte Gang auf die Waage

Gewicht: 83.5 kg
davon Körperfett 12.8 kg
davon Muskelmasse 67.3 kg

Wow, diesen Struktureffekt hatte ich nicht erwartet. Absolut im Gewicht zwar nur 1.1 Kilogramm weniger, aber 4.7 Kilogramm weniger Fett und 3.5 Kilogramm mehr Muskelmasse. Der Organfettindex fiel auf 9.

Nach der dritten Woche dann der vierte Gang auf die Waage. Irgendwie kein Wow, aber ich hatte es fast nach den Explosionen in den beiden ersten Wochen erwartet:

Gewicht: 82.8 kg
davon Körperfett 12.2 kg
davon Muskelmasse 67.0 kg

Nochmals leichte Reduktion von Gewicht (700 Gramm) und Körperfett (600 Gramm), und für mich überraschend ein leichter Rückgang bei der Muskelmasse (300 Gramm). Der Organfettindex verharrte bei 9.

Endspurt. Was geht noch?

Tag 30. Die finale Waage wartet.

Gewicht: 81.8 kg
davon Körperfett 11.2 kg
davon Muskelmasse 67.1 kg

Wow, nochmal ein Kilogramm bei Gewicht und Körperfett weniger. Gut, die Muskelmasse blieb nahezu konstant, aber mit einem finalen Körperfettanteil von 13.7 % hätte ich vier Wochen zuvor, bei weit über 20 Prozent, nun wirklich nicht gerechnet. Irgendwie war ich darauf besonders stolz Der Organfettindex lag jetzt auch bei 8. In 30 Tagen um ein Drittel, von 12 auf 8, gesunken. Und mit 5.8 Kilogramm Gewichtsverlust lag ich exakt im gewünschten Zielkorridor.

Die absoluten Werte auf einen Blick

Gewicht / kg Körperfett / kg Muskelmasse / kg

08.Oktober 2012 87.6 20.9 63.4

07.November 2012 81.8 11.2 67.1

Ergebnis – 5.8 – 9.7 + 3.7

Die Ergebnisse sind für mich sensationell. Vielleicht wären ohne die individuellen Abweichungen noch bessere Ergebnisse zu erzielen gewesen. Aber das ist jetzt nicht wichtig. Ich fühle mich wohl, habe meine Ziele erreicht, das ist entscheidend. Aber auch der Weg zum Ziel war sehr entspannt und überhaupt nicht belastend für Stimmung und Psyche. Ich hatte in diesen 30 Tagen nie das Gefühl des Verzichts oder Angst, kulinarisch verführt werden zu können.

Es war eine spannende Zeit, aus der ich zehn Erfahrungen für Sanguinum-Interessierte mitnehme:

1. Die Sanguinum-Kur eignet sich nicht nur für extrem übergewichtige Menschen, sondern auch für „Normalgewichtige“, die ein paar Kilo zu viel auf den Rippen haben und die, wie in meinem Fall, mit weniger Gewicht in ein systematisches Marathontraining einsteigen wollen.

2. Die Sanguinum-Kur ist ideal in den Berufsalltag zu integrieren, denn, ob in der Firmenkantine oder wie bei mir, in einem nahegelegenen Restaurant, schmackhafte Sanguinum-Gerichte lassen sich auf Basis des Sanguinum-Kochbuches leicht zubereiten. Vorausgesetzt natürlich, Sie können den Koch überzeugen.

3. Die Sanguinum-Kur ist so effektiv, dass auch kurze Intervalle, zum Beispiel zwei Wochen (siehe meine Werte) erfolgreich sind. Die Variabilität im Zeitraum macht die Kur so attraktiv.

4. Die Sanguinum-Kur ist ein besonderes Stoffwechselprogramm, das die Psyche nicht belastet und die Lebensqualität nicht beeinträchtigt. Im Gegenteil, es hat Spaß gemacht.

5. Die Sanguinum-Kur lässt die Motivation fürs Weitermachen auf einem hohen Level, da sowohl absolut als auch strukturell die Fortschritte überzeugend sind, auch wenn sie im Zeitverlauf bescheidener ausfallen.

6. Die Sanguinum-Kur hat eine Mini-Toleranz für kleine Sünden eingebaut (siehe meine Trinkgewohnheiten). Das mag nicht jeder so sehen und insofern ist diese Erfahrung sehr subjektiv. Aber Vorsicht: Sündigen mit Augenmaß ist gefragt.

7. Die Sanguinum-Kur wird hervorragend von der Homöopathie unterstützt. Die regelmäßigen Injektionen bewirken kleine Wunder (kein Hungergefühl, weder unterschwellig noch ausgeprägt, stets gute Laune, des Öfteren zur Überraschung der Kellerinnen im Restaurant, ad-hoc-Sättigung bei den Mahlzeiten) und die Derivatio Tabletten (auch nur drei pro Tag) helfen prächtig bei der Entgiftung. Vorausgesetzt natürlich, die tägliche Trinkmenge stimmt.

8. Die Sanguinum-Kur kann nach meinem 30-Tage-Gefühl durch regelmäßigen Ausdauer- und Fitness-Sport optimiert werden. Ich war sportlich, selbst beim Joggen im Regen, hoch motiviert.

9. Die Sanguinum-Kur hat durchaus angenehme Nebeneffekte, die bei mir ohne Kur nicht oder nur schwer eingetreten wären. Ich wäre als Gewohnheits-Kaffetrinker vor der Kur nie auf die Idee gekommen, mal verschiedene Teesorten zu probieren. Oder abends auf den Supermarkt-Joghurt zu verzichten und stattdessen einen Naturjoghurt mit Früchten zu genießen. Oder mittags den Grillteller auf einem Gemüsebett ohne Kohlenhydratbeilage zu bestellen.

10. Die Sanguinum-Kur hat eine ausgezeichnete Kosten-Nutzen-Relation. Der Nutzen ist evident (siehe meine Erfahrungen) und die Kosten sind über den Gesamtzeitraum betrachtet durch den homöopathischen Support und (bei mir) durch das tägliche Sangiunum-Essen im Restaurant (Essen plus Cola Light ca. EUR 9 – 10, macht ca. EUR 45 – 50 die Woche) zwar relativ hoch. Aber dank der Injektionen bleiben auch einige Scheine für die großen Sünden des Ernährungsalltags im Geldbeutel. Wer Sanguinum verinnerlicht hat, wird auf Dauer kosteneffizienter leben.

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